Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Photoepilation

Wie funktioniert Photoepilation im Prinzip ?

Intensives gepulstes Licht (IPL oder Laser) wird selektiv vom dunklen Pigment (Melanin) im Haarschaft absorbiert, Lichtenergie dabei in Wärme umgewandelt. Dadurch werden die Haarzwiebeln auf etwa 70° erhitzt, die Zellen dort thermisch zerstört (Eiweiß) und schließlich vom Körper aufgelöst. Demgegenüber bleibt die geringer pigmentierte Haut thermisch praktisch unbeeinflusst. Bei vollständiger Schädigung erzeugt eine Wachstumszone kein neues Haar mehr, die Haarentfernung ist deshalb dauerhaft.

Wie läuft eine Behandlung mit Pulslicht ab ?

Zunächst wird aufgetragenes Make-up etc. dort entfernt, wo behandelt werden soll. Diese Farbpigmente würden sonst vom intensiven Lichtimpuls verbrannt und könnten in die Haut eindringen – eine Art unerwünschtes Permanent Make-up. Dann werden die Haare im Behandlungsareal rasiert. Das Ziel der Behandlung besteht darin, unerwünschte Haare dauerhaft zu entfernen, dazu müssen die Wachstumszonen im Bereich der Haarzwiebeln zerstört werden. Das über der Hautoberfläche gewachsene, sichtbare Haar würde vom Lichtimpuls verbrannt. Das Haar scheint dann zwar entfernt, wächst aber wieder nach. Schließlich soll die Energie des Pulslichts nicht zum Verbrennen der Haare verschwendet werden, sondern auf den Haarfollikel in der Tiefe der Haut treffen. Bevor das Handstück mit seinem Filter auf die Haut aufgesetzt wird, wird die Haut dünn mit klarem, transparentem Aqua-Gel (wie Ultraschall-Gel) bestrichen. Dieses hat vor allem die Aufgabe, die unebene, strukturierte Haut an ihrer Oberfläche optisch an die plane Filterfläche anzugleichen, damit die Energie des Lichtimpulses optimal mit minimalen Reflexionsverlusten in die Haut eindringen kann.

Ist die Behandlung schmerzhaft ?

Epilation mit modernen Pulslichtsystemen ist – verglichen mit Wachsenthaarung, Epilationslasern oder luftgekühlten IPL Systemen – schmerzarm und gut akzeptabel, nur ein leichtes Prickeln oder Wärmegefühl ist beim Lichtpuls zu spüren. Die gesamte Behandlungsfläche des Handstücks wird deutlich unter die Umgebungstemperatur gekühlt. Damit wird vor, während und nach jedem Impuls das behandelte Hautareal über die ganze Auflagefläche des Handstücks gekühlt. Dieser Umstand und die spezielle Technologie der verwendeten Handstücke sind die Gründe für eine schonende, nicht schmerzhafte Haarentfernung mit den von uns eingesetzten Systemen.

Was passiert nach der Behandlung ?

Die Haare im behandelten Gebiet fallen erst nach etwa 8 bis 14 Tagen aus, wenn der zerstörte Bereich der Haarzwiebel, die sich je nach Körperregion ca. 1 mm bis 5 mm tief in der Haut befindet, keinen Halt mehr bietet. In der behandelten Region wachsen allerdings andere Haare nach, die sich zunächst in der telogenen Ruhephase befanden und erst nach und nach in die anagene Wachstumsphase eintreten. Diese Haare dürfen weder gezupft noch mit Wachs oder anderen Methoden entfernt werden, sonst fehlt für die nächste Behandlung das Ziel. Unerwünschte Haare dürfen allerdings – so oft man es für notwendig hält – rasiert werden. Durch Rasieren wachsen nicht mehr Haare – das ist nur ein hartnäckiges Märchen!

Welche Verhaltensregeln sind zu beachten ?

Grundsätzlich ist die Haarentfernung mit Pulslicht schonend und hindert in keiner Weise daran, sämtliche Aktivitäten in Beruf und Freizeit problemlos auszuüben. Eingeschränkt werden muss allerdings der Besuch im Solarium bzw. die natürliche Sonnenbräunung für etwa 3 Wochen vor und nach jeder Behandlung. Durch die zusätzliche Belastung der Haut mit UV-Strahlung und Bräunung wird das Risiko für Nebenwirkungen (Sonnenbrand, Pigmentverschiebungen) erhöht. Bei der Behandlung größerer Hautpartien ist von Sonnenbaden und Solarium gänzlich abzuraten, kleinere Partien können sehr gut durch einen Sonnenblocker mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor (50+) abgedeckt werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten ?

Nebenwirkungen sind bei korrekter Anwendung des Pulslichtsystems und sorgfältiger Einstellung der Behandlungsparameter sehr selten. Abhängig vom Hauttyp und den gewählten Einstellungen kann im behandelten Gebiet eine Rötung auftreten, gelegentlich auch eine leichte Schwellung. Diese Symptome verschwinden in der Regel schnell. Kühlung der betroffenen Hauareale lindert aufgetretene Nebenwirkungen. Selten werden heftigere Reaktionen beobachtet, grundsätzlich möglich bis hin zu „Sonnenbrand“ und Verbrennungen. In deren Folge können Hypo- oder Hyperpigmentierungen auftreten, die Haut also nach der Behandlung partiell heller (oder dunkler) erscheinen, diese Flecken bilden sich im Lauf der Zeit von selbst zurück. Fast immer liegt die Ursache für die beschriebenen Probleme darin, dass vor oder nach der Behandlung Sonnenbäder ohne entsprechend hohen Lichtschutz der betroffenen Körperregionen genommen wurden oder durch bestimmte Medikamente eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut hervorgerufen wurde.

Wie dauerhaft ist die Haarreduktion ?

100% Haarentfernung bis zum Lebensende kann keiner versprechen. Nach gut durchgeführten Behandlungen sollten bis etwa 90% der Haare entfernt sein, deshalb wirklich dauerhaft, weil die Stammzellen in der Haarpapille zerstört werden, aus denen dann keine Haare mehr wachsen können. Dies lässt sich histologisch (in Gewebsschnitten) nachweisen. Wissenschaftliche Studien liegen vor, dabei liegt die Reduktion der unerwünschten Haare nach einem Jahr bei 70% bis 95%, für die Betroffenen ein ästhetisch sehr gutes Ergebnis. Haare, die sich später vielleicht doch noch zeigen, sind in der Regel deutlich heller und dünner, stören also weniger. Mit wenigen Sitzungen ein oder zwei Jahre nach den Erstbehandlungen ist auch dieses kleine Problem lösbar und man kommt dem Ziel einer vollständigen, permanenten, dauerhaften Haarentfernung sehr nahe.

Welche Erfahrungen liegen vor ?

Unsere Partner bzw. die Herstellerfirmen der von uns eingesetzten Pulslichtsysteme verfügen über jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der Photoepilation, sowohl mit Epilationslasern, als auch bereits über 10 Jahre mit modernen Pulslichtsystemen, in Deutschland und in der ganzen Welt. Die enge Zusammenarbeit mit führenden ästhetischen Zentren sowie ausführliche Schulungen der Anwender gewährleisten eine kompetente Beratung und langfristig erfolgreiche Behandlungsergebnisse.

Wie viele Behandlungen sind erforderlich ?

In einer einzelnen Behandlung können niemals alle unerwünschten Haare entfernt werden. Haare wachsen in Zyklen, ein Teil der Haare ruht (telogene Phase), ein Teil befindet sich im Wachstum (anagene Phase). Grundsätzlich werden durch Photoepilation nur die Haare in der anagenen Phase entfernt. Deren Anteil ist über den Körper verteilt unterschiedlich und beträgt etwa zwischen 10% und 50% der gesamten Haare in einer Region. Auch die Wachstumsdauern in den einzelnen Phasen sind unterschiedlich, diese Perioden betragen zwischen 4 und 24 Wochen. Je nach Körperregion sind deshalb etwa 4 bis 8 Behandlungen erforderlich. Zwischen den einzelnen Sitzungen sollte zudem eine Pause von etwa 4 Wochen bei Behandlungen im Kopfbereich und mindestens 6 bis 12 Wochen oder länger am Körper liegen. Das alles hat nichts mit den eingesetzten Geräten zu tun, sondern liegt allein in der Physiologie des menschlichen Haarwuchses begründet.

Wie funktioniert Pulslicht ?

Pulslicht-Systeme (IPL) sind keine Laser, Kernstück ist eine hochenergetische Blitzlampe. Aus dem emittierten Licht der Xenon Blitzlampe wird – je nach Anwendung – der spektrale Anteil unterhalb von bestimmten Grenzwellenlängen herausgefiltert, der andernfalls unerwünschte Nebenwirkungen erzeugen würde. Auf jeden Fall wird kein UV auf die Haut übertragen. Die gesamte Behandlungsfläche im Kontakt mit der Haut wird durch ein in das Gerät integriertes, umweltfreundliches Peltier-Kühlsystem aktiv gekühlt. Eine zusätzliche externe Kühlung ist deshalb nicht erforderlich. Die Wasserstrecke vor der Blitzlampe filtert zudem den langwelligen spektralen Anteil (Infrarot) über etwa 950 nm heraus, der andernfalls im Gewebswasser der Haut absorbiert würde. Die potentiell schädlichen Nebenwirkungen herkömmlicher luftgekühlter Systeme werden somit sicher vermieden. Die spezielle Lampentechnologie mit doppelter Filterung und Wasserkühlung macht die von uns eingesetzten Pulslichtsysteme so wirkungsvoll und gleichzeitig schonender.

Was kostet die Behandlung ?

Die Kosten einer Behandlungssitzung richten sich nach der Größe des behandelten Areals und dem erforderlichen Zeitaufwand. Typische Werte liegen etwa zwischen 30,00 € je Sitzung (Oberlippe) bis etwa 250,00 € (Beine), Beratungen sind kostenlos.

Wie lange dauert eine Behandlung ?

Ausgedehnte Behandlungsflächen von mehreren cm² in einem einzigen Puls und rasche Pulsfolgen ermöglichen, gerade auch ausgedehnte Hautareale (z.B. Beine, Rücken) besonders zügig und wirtschaftlich zu behandeln. Eine Behandlung dauert zwischen wenigen Minuten (z.B. für Kinn, Oberlippe) und etwa 20 bis 30 Minuten (z.B. für ein Bein).


Wer kann behandelt werden ?

Grundsätzlich können alle Frauen und Männer behandelt werden, deren unerwünschte Haare pigmentiert sind, also von blond bis schwarz. Völlig unpigmentierte, weiße Haare lassen sich überhaupt nicht durch Photoepilation entfernen, weder mit Pulslicht noch mit einem Laser, auch die hellen Flaumhärchen (Vellushaare) lassen sich nicht entfernen. Einschränkungen sind hinsichtlich des Hauttyps (FITZPATRICK Typ I bis V) zu beachten, die Haut sollte nicht zu dunkel sein. Intensives gepulstes Licht (IPL oder Laser) wird selektiv vom dunklen Pigment (Melanin) im Haarschaft absorbiert, Lichtenergie dabei in Wärme umgewandelt. Dadurch werden die Haarzwiebeln auf etwa 70° erhitzt, die Zellen dort thermisch zerstört (Eiweiß) und schließlich vom Körper aufgelöst. Demgegenüber bleibt die geringer pigmentierte Haut thermisch praktisch unbeeinflusst. Bei vollständiger Schädigung erzeugt eine Wachstumszone kein neues Haar mehr, die Haarentfernung ist deshalb dauerhaft.